Was von einer guten Idee übrig bleibt

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Was von einer guten Idee übrig bleibt

08.02.14 Bauen Wohnen Leben Politik 0

Nun liegt der vom Regensburger Stadtrat beschlossene Kriterienkatalog zur Bewerbung um städtische Grundstücke auf dem Gelände der ehemaligen Nibelungenkaserne vor. Die Bedingung zur Schaffung von „bezahlbarem Wohnraum“ taucht darin nicht auf.

Von der Politik wurde versprochen, es würden auf dem Areal Nibelungenkaserne die städtischen Grundstücke nur an Investoren verkauft, wenn diese bezahlbaren Wohnraum schaffen. „Sie müssen eine Garantie für eine Mietobergrenze geben“, wurde angekündigt. Eine Begrenzung des Mietpreis auf 8,85€/m² in dem Regelwerk entpuppt sich bei genauem Hinsehen als Durchschnittsmietpreis, der bei Fertigstellung der Wohnungen 2016 schon bei 9,20€/m² liegen wird.

Es werden zwar für einen kleineren Teil der angebotenen Grundstücke eine Mietobergrenze von 8,85 €/m² für den freifinanzierten Wohnungsbau vorgegeben, jedoch bereits ab 2014 eine 2%ige Erhöhung für die Investoren ermöglicht. Im Regelwerk heißt es: „wird eine Anhebung der vorgenannten Durchschnittsmieten für jedes Kalenderjahr nach 2014 um jeweils 2% eingeräumt.“ Das wären 9,20 € pro m², plus Nebenkosten sind dann schnell über 11 Euro fällig.

Auf dem Areal der Nibelungenkaserne sollte ein neues Modell zur Schaffung von bezahlbaren Wohnungen erstmals umgesetzt werden. Bei einem von Mietpreis 9,20€/m² ist allerdings nicht mehr viel übrig von „bezahlbarem Wohnraum“.