Lieber pseudonym

... der wichtigste Punkt des Tages

Lieber pseudonym

19.04.14 Daten 0

Wer nicht ständig darüber nachdenken möchte, welche seiner Daten an wen übermittelt werden und was damit geschieht, der muss zwangsläufig seine personenbezogenen Daten vor anderen verschließen. Dadurch gerät er aber schnell in den Verdacht, ungesetzmäßiges begehen oder solches verbergen zu wollen. Diesem Druck sind aber schon immer diejenigen ausgesetzt, die ihre Rechte verteidigen.

Dabei ist Anonymisierung und Pseudonymisierung im Bundesdatenschutzgesetz [X] verankert.
Der Grundsatz der Datenvermeidung und Datensparsamkeit gebietet, dass in Datenverarbeitungsprozessen darauf hinzuwirken ist, dass keine oder möglichst wenig personenbezogene Daten verarbeitet werden. Nicht die Verarbeitung von Daten generell, sondern von solchen mit Personenbezug ist zu minimieren. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Das Mittel der Wahl ist die Anonymisierung und Pseudonymisierung.

Ständige Identitätsoffenheit führt zu einer unerträglichen Belastung – deshalb lieber pseudonym.

brandeins schreibt dazu in der Ausgabe 3/2014 zum Themenschwerpunkt Beobachten, dass Menschen mit Pseudonym keine schlechteren Menschen sind [X]