Für einen Euro Datenschutz

... der wichtigste Punkt des Tages

Für einen Euro Datenschutz

15.08.15 Daten 0

Unbestritten ist es wohl, dass so gut wie jede E-Mail außer von Sender und Empfänger auch noch von was Anderem gelesen bzw. analysiert wird. Dabei ist es fast das geringere Übel, wenn es nur ein Mensch ist, der sich den Inhalt der E-Mail anschaut. Menschen sind vergesslich, fehlerhaft und urteilen nach menschlichem Ermessen. Richtig heftig ist es, von Maschinen, die die Inhalte von E-Mails lesen und analysieren, nach unbekannten Algorithmen beurteilt zu werden. Das Resultat dieser Aktion ist mindestens die jedem bekannte Einblendung von personen- und inhaltsbezogener Werbung. Anerkanntermaßen fällt der Inhalt von E-Mails auch unter die personenbezogenen Daten deren Verwendung somit nur mit Einwilligung der Betroffenen geschehen darf.

Scheinbar alle Internetdienste, soziale Netzwerke und E-Mailanbieter speichern personenbezogene Daten, erstellen Profile über Surfverhalten, Aufenthaltsorte, Vorlieben und Konsumgewohnheiten Ihrer Nutzer – und verdienen viel Geld damit. Nutzerdaten werden an Datenhändler oder Werbepartner verkauft und dazu genutzt, Anzeigen möglichst zielgruppengenau zu platzieren.

Wer nicht ständig darüber nachdenken möchte, welche seiner Daten an wen übermittelt werden und was damit geschieht, der muss zwangsläufig seine personenbezogenen Daten vor anderen verschließen. Dadurch gerät er aber schnell in den Verdacht, ungesetzmäßiges begehen oder solches verbergen zu wollen. Diesem Druck sind aber schon immer diejenigen ausgesetzt, die ihre Rechte verteidigen.

Unbestritten muss das Senden und Empfangen von E-Mail ein geschützter, unantastbarer und privater Bereich bleiben. Das fängt bei der Anmeldung und Registrierung an.
Bei dem Mailanbieter Posteo melden sich die Nutzer an, ohne persönliche Daten anzugeben. Posteo verzichtet nach eigenen Angaben ausnahmslos auf das Speichern personenbezogener Daten und handelt nach dem Datenschutz-Grundsatz der Datensparsamkeit.

Das Guthaben des Posteo-Postfachs wird stets anonym aufgeladen – egal ob per Überweisung, per Bezahldienst, per Kreditkarte oder in bar gezahlt wird. Die Daten, die Posteo bei der Zahlungen erhalten, werden nach Angaben von Posteo grundsätzlich nicht mit den E-Mail-Postfächern verknüpft. Hierfür wurde ein eigenes Bezahlsystem entwickelt, mit dem alle Zahlungsvorgänge anonymisiert wurden.

Die versendeten Informationen, sowie alle Übertragungswege und Zugänge werden durch ein umfassendes Verschlüsselungskonzept geschützt.
Damit sich dieser E-Mail-Anbieter nicht mit Werbung finanzieren muss, kostet die E-Mail-Verwendung 1 Euro pro Monat.

Ein Euro für das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

Posteo.de